WM-Bronze! Die Super-Serie hält

20. Oktober 2026

Am Golden Beach lag Gold in der Luft, aber ein kleiner Fehler im Halbfinale hatte große Wirkung. Immerhin: die Medaillenserie geht weiter!

Die Medaillen-Serie hält! Auch im dritten Jahr in Folge schreibt Magdalena Lobnig bei allen Beach Sprint-Großereignissen an. Nach Gesamtsieg bei der Lido Filippi Trophy und EM-Silber rudert die Kärntnerin bei den World Rowing Beach Sprint Finals im chinesischen Qingdao zu WM-Bronze. Ein kleiner Fehler im Halbfinale hat große Wirkung!

Zunächst war es ein Finaltag ganz nach dem Geschmack von Magdalena Lobnig. Österreichs Dauerbrennerin im Ruderboot – ehemals Flachwasser, jetzt im neuen olympischen Beach Sprint – startete mit einem souveränen Achtelfinal-Erfolg gegen Maria Lanciano (ITA) in den Finaltag bei den World Rowing Beach Sprint Finals. Im Viertelfinale setzte sich die 36-Jährige gegen Laura Mckenzie (GBR) in einem packenden Duell mit 1,07 Sekunden Vorsprung durch.

Boje falsch ausgerichtet

Und auch im Halbfinale gegen Isabella Scammell (AUS), die Schnellste vom montägigen Zeitfahren, war die Völkermarkterin auf Sieg programmiert, lag bis zur ersten Boje vorne. Dort passierte Lobnig aber der entscheidende Fehler: „Die erste Boje war falsch ausgerichtet, das war aber auch für die Crew am Strand nicht zu sehen. Ich habe mich danach orientiert und dadurch die zweite Boje falsch genommen“, musste die Heeressportlerin zurückrudern und verlor so wertvolle Sekunden und also auch den Halbfinal-Heat.

„Schade! Ärgerlich! Ich war vorne, hätte heute gerne bis zum Schluss gezeigt, was ich draufhabe. Die Form war Bombe, leider war es mir nicht ganz vergönnt. Aber ich nehme wieder eine Medaille mit nach Hause, das kann man positiv sehen.“

Glück im Bronze-Duell

Das Bronze-Duell mit Bruna Parente (POR) zeigte, dass man im Beach Sprint auch ein bisschen Glück braucht, denn die Kärntnerin lag klar auf Medaillenkurs, ehe sie eine Welle in Strandnähe voll erwischte und verdrehte. „Ich bin komplett quer gestanden, habe mir nur gedacht: Heute will es nicht sein! Aber ich habe es dann zum Glück noch ins Ziel gebracht.“

Also hielt die beeindruckende Medaillenserie: seit ihrem Wechsel zum Beach Sprint 2024 hat Lobnig bei jedem Großereignis Edelmetall gewonnen. „Das Feld rückt zusammen, bei den Herren sind alle großen Namen vorzeitig ausgeschieden, bei den Frauen bin ich die einzige, die es wieder aufs Podium geschafft hat“, war die Olympia-Bronzemedaillengewinnerin von Tokio 2021 zufrieden.

Auch mit dem Weg zu diesen beiden Medaillen bei EM und WM. „Wir haben in dieser Saison ein paar neue Dinge ausprobiert, das hat sehr gut funktioniert. Auch weil wir schauen müssen, wie mein Körper das verkraftet. Deshalb bin ich schon stolz, dass ich meine Medaillenserie halten konnte.“

Die mögliche "Road to LA28"

Apropos Medaille: die bekommt Lobnig erst am Mittwoch, vorerst gab es nur einen Blumenstrauß. „Die Saison war lang, jetzt gibt’s ein bisschen Party und am Donnerstag geht’s heim. Dann freue ich mich auf eine kleine Pause.“

Bereits im Dezember steht die erste Selektion im Doppel-Zweier für die Olympia-Qualifikation auf dem Programm. Hintergrund: ist der Doppel-Zweier qualifiziert, hat man auch Startplätze im Einer bei Frauen und Männern fix. Die ersten Tickets für LA28 gibt es bei den Europaspielen 2027 in Istanbul.

Lobnig: „Im Bestfall qualifiziere ich dort den Frauen-Einer – und dann gehen wir auf den Doppel-Zweier los!“