Tutto Gas beim Trophy-Finale

04. Juni 2026

Magdalena reiste als Gesamtführende zum Finale der Filippi Lido Trophy nach Marina di Castagneto - und mit einem neuen Mixed-Partner.

Fronleichnam und Stau, das gehört zusammen wie Reindling und Schinken oder Coastal Rowing und Wellen. Ersteres hat Magdalena Lobnig auf der Anreise nach Italien zur Filippi Lido Trophy wie viele andere Österreicher:innen dieser Tage auch erlebt. Ihrer Vorfreude auf das Finale der vierteiligen Rennserie tat das aber keinen Abbruch, reiste die Kärntnerin doch als Gesamtführende an. Außerdem im Gepäck: ein neuer Partner für den Doppel-Zweier.

Jede Menge Trubel im beschaulichen Marina di Castagneto – und auch die ersten Badegäste der Saison beobachten interessiert die Vorbereitungen auf das Grande Finale der Filippi Lido Trophy. Umrahmt von ausgedehnten Pinienwäldern ist der Strand von Freitag bis Sonntag Schauplatz für die besten Beach-Sprinter:innen der Welt.

Mittendrin und natürlich auch bei der Entscheidung live dabei: Magdalena Lobnig. Die 34-Jährige kämpft am Wochenende um den Gesamtsieg der prestigeträchtigen Rennserie, die sich – auch in Ermangelung eines Coastal-Weltcups – längst als Fixpunkt für die Weltelite in der zukünftigen Olympia-Disziplin etabliert hat. 

„Das Meldefeld ist wieder unglaublich stark, es werden 333 Athlet:innen aus 30 Nationen dabei sein“, weiß Lobnig, die auch ihre Konkurrentinnen im Einer studiert hat. „Bis auf Weltmeisterin Emma Twigg sind alle da, dieses Rennen hat jedenfalls EM- oder WM-Niveau.“ Und der Weg zum Gesamtsieg führt einmal mehr über die Olympia-Bronzemedaillengewinnerin von Tokio 2021, die längst auch im Beach Sprint zur absoluten Weltklasse gehört. „Es wird hart, weil ein Fehler schon zu viel sein kann. Aber ich freue mich darauf, wieder Rennen zu fahren – und es ist alles da, was ich brauche: starke Gegnerinnen, schwierige Bedingungen und die Chance auf einen Titel!“

Und als wäre das nicht genug, startet die Völkermarkterin auch im Doppel-Zweier. In den letzten Wochen hat Lobnig gemeinsam mit dem Oberösterreicher Fabian Gillhofer trainiert, der in Marina di Castagneto nun erstmals Renn-Luft schnuppern darf. „Dass wir unser erstes Rennen bei einem der härtesten Beach Sprints der Saison fahren, macht es nicht einfacher. Fabian hat schnell gelernt, aber wir hatten beim Training in Lignano zum Beispiel keine Wellen, aber wir schauen mal, wie weit wir kommen“, ist Lobnig gemeinsam mit ÖRV-Nationaltrainer Kurt Traer weiter auf der Suche nach einem Mixed-Partner für die Olympia-Qualifikation.

„Jetzt lautet das Motto: Tutto Gas, einfach rudern – und schauen, wie weit wir kommen. Der Speed sollte passen, aber bei vielen Abläufen oder in Stress-Situationen sind wir ganz am Anfang, aber ich bin positiv gestimmt“, möchte die Kärntnerin die Chance auf deinen Doppel-Start bei den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles gerne nützen. „Es ist ein bisschen Try & Error, weil wir auch nicht viel Zeit haben.“ Bereits nächstes Jahr im Sommer steht die erste Phase der Olympia-Qualifikation auf dem Programm.