Erfolgreicher Form-Test vor Traumkulisse

13. September 2026

Die Nummer 1 der Welt ist auch die Nummer 1 in Österreich. Nach dem Erfolg bei den Staatsmeisterschaften geht es für Magdi weiter zur EM nach Spanien - mit Zwischenstopp.

Erfolgreicher Start in die „Wochen der Wahrheit“ für Magdalena Lobnig. Die Kärntnerin sicherte sich bei den 2. Österreichischen Coastal-Meisterschaften am Traunsee abermals den Titel – und war dabei auch schneller als alle teilnehmenden Männer. Von Gmunden geht’s mit einem Zwischenstopp in Malaga weiter zur Europameisterschaft.

„Bei Staatsmeisterschaften kann man als Top-Favoritin nur verlieren“, scherzte Magdalena Lobnig im Vorfeld. Aber die Nummer 1 im World Ranking war vor den Augen von ÖOC-Präsident Horst Nussbaumer auch im Vergleich mit der österreichischen Elite das Maß der Dinge.

Wellige Bedingungen

Erst recht, weil sich der Traunsee beim Time Trial von seiner welligen Seite präsentierte. „Mit diesen Bedingungen habe ich gar nicht gerechnet, aber am Vormittag war es richtig anspruchsvoll und schwer zu rudern. Perfekt für Beach Sprint! Am Nachmittag ist es ein bisschen flacher geworden“, gewann die 36-Jährige das Zeitfahren mit der schnellsten Zeit des Tages – Männer inklusive! – und danach auch ihre beiden Knock-out-Duelle.

„Die Location war perfekt: der Traunsee mit dem Traunstein im Hintergrund. Dazu einige starke Rennen bei den Junior:innen, die ja im Herbst auch bei den Olympischen Jugendspielen dabei sind. Es tut sich viel im Coastal Rowing, auch in Österreich“, so Lobnig, die sich für nächste Saison aber einen früheren Staatsmeisterschafts-Termin wünscht. „Es ist jetzt doch recht knackig, wenn man auch international erfolgreich sein möchte. Aber alles in allem war es eine super Generalprobe“, hat die Olympia-Medaillengewinnerin von Tokio 2021 auch die zweite Challenge des Tages erfolgreich gemeistert: „Ich habe gut aufgepasst, dass ich mich nicht verkühle!“

Weiter zur EM-Titelverteidigung

Denn bereits am Sonntag geht es weiter zu den European Coastal and Beach Sprint Championships im spanischen La Linea de la Concepcion, wo es bereits am Mittwoch losgeht. Trotzdem legt das Team Lobnig – Schwester Katharina ist wieder als Boat-Handlerin mit dabei – einen unfreiwilligen Zwischenstopp in Malaga ein, um keinen Tag zu verlieren, denn: „In La Linea gibt es am Montag noch keine Zeitslots fürs Training und am Dienstag bekommt jede Nation nur 30 Minuten auf der Strecke. Zum Glück haben wir die Verbandsboote noch in Spanien, die sind baugleich und so können wir die Zeit gut nützen.“

Denn das große Ziel der EM-Titelverteidigerin ist zwei Jahre vor der Olympia-Premiere der Küstenruder:innen in Los Angeles klar: „Wir haben Halbzeit auf dem Weg zu LA28, deshalb ist der internationale Vergleich wichtig, um zu sehen, wo man im Vergleich mit den Besten steht. Und natürlich möchte ich mich für die harte Arbeit der letzten Wochen und Monate mit einer Medaille belohnen.“