EM-Silber: 20 Jahre Weltklasse!

17. September 2026

Magdalena hat's schon wieder getan, jubelt auch im dritten Jahr als Beach Sprinterin über eine Medaille. Am Freitag tritt sie bei der EM noch im Endurance-Bewerb an.

Sie hat’s schon wieder getan! Magdalena Lobnig schreibt auch im dritten Jahr als Beach Sprinterin bei einem Großereignis an, rudert bei der Europameisterschaft im spanischen La Linea de Concepcion zur Silbermedaille. Die steht auch für die unglaubliche Konstanz der Völkermarkterin, die vor 20 Jahren als Juniorin ihre erste internationale Medaille gewonnen hat. Ein Ende ist nicht in Sicht, denn bereits im Oktober wird in China eine neue Weltmeisterin gekürt.

„Das war heute ein hartes Stück Arbeit!“ Magdalena Lobnig konnte trotz der verpassten Titelverteidigung lächeln, wusste sie doch, dass sie den EM-Titel am Vortag mit Platz sechs im Zeitfahren liegen gelassen hat. „Dadurch wird es in der K.o.-Phase ungleich schwieriger, weil man die harten Brocken schon ab dem Viertelfinale aus dem Weg räumen muss. So gesehen ist Silber besser als Platz vier oder fünf.“

Also jubelte Lokalmatadorin Esther Briz Zamorano – Side Note: die Schnellste im Zeitfahren – über die Goldmedaille. „Sie ist sehr erfahren, ist auch im Flachwasser richtig stark und hat dank ihrer Bestzeit die besseren Karten gehabt. Man muss sie sicher auch bei der Weltmeisterschaft auf dem Zettel haben“, so die 36-jährige Kärntnerin, der es am Finaltag eine Spur zu ruhig war. „Im Time Trial hatten wir Wind und Wellen, heute war es dagegen richtig flach. Schade, denn für mich gehören diese schwierigen Bedingungen beim Beach Sprint einfach dazu.“

Am Freitag steht für Lobnig noch das Endurance-Rennen auf dem Programm. Massenstart, Frau gegen Frau, auf einem Rundkurs. Deshalb ging es direkt von der Siegerehrung zur Besichtigung, um sich den Kurs einzuprägen. „Da sind schon ein paar Kapazunder am Start, aber ich bin auch richtig gut drauf“, will Lobnig auch in dieser Disziplin um einen Spitzenplatz mitrudern.

Danach wechselt die Heeressportlerin das Boot, steigt vom italienischen in das chinesische Modell um, das bei der Weltmeisterschaft zum Einsatz kommt. „Das liegt mir besser, weil es sich mehr nach Flachwasserrudern anfühlt. Das sollte mir zugutekommen.“ Offen ist noch, welche Marke bei den Olympischen Spielen LA28 verwendet wird, fix ist nur, dass es analog zu Welt- und Europameisterschaft Einheitsboote sein werden.

Für Lobnig kein Problem, hat sie im Rudersport doch schon fast alles erlebt. Vor 20 Jahren gewann sie als Juniorin ihre erste internationale Medaille, ein Ende ist noch nicht in Sicht. „Es bedeutet mir viel, dass ich über einen so langen Zeitraum mein Niveau halten konnte.  Klar war es immer wieder ein Stück Arbeit, aber der Erfolg entschädigt für alles. Am Stockerl zu stehen und eine Medaille um den Hals zu haben – da geht nicht viel drüber!“