Bereit für den heißen Herbst

03. September 2026

Auf Magdalena wartet ein Mammut-Programm mit Staatsmeisterschaft, Europa- und Weltmeisterschaft sowie Beach Sprint Finals. Aber die Vorfreude auf den Highlight-Herbst ist groß!

Während die Sommer-Saison für viele heimische Athlet:innen schön langsam zu Ende geht, kommt Ruder-Ass Magdalena Lobnig jetzt erst so richtig auf Touren: Staatsmeisterschaften, Europameisterschaft, Weltmeisterschaft und Beach Sprint Finals innerhalb von sieben Wochen.  „Ich bin bereit“, will die amtierende Europa- und Vize-Weltmeisterin bei den Saison-Höhepunkten im Coastal Rowing wieder glänzen. Ab 2027 wird die neue Olympia-Disziplin zudem ein Upgrade bekommen.

„Die letzten Wochen waren richtig hart, aber wir haben seit der Henley-Regatta sehr gut gearbeitet“, erzählt Magdalena Lobnig. Übersetzt heißt das: die Intensität im Training war richtig hoch. Auch zuletzt im Coastal-Camp im italienischen Donoratico, wo die 36-Jährige ihren Teamkolleg:innen, darunter auch den Nachwuchshoffnungen, die sich auf die Olympischen Jugendspiele 2026 in Dakar vorbereiten, als Vorbild in Sachen Professionalität, Trainingsdisziplin und Leidenschaft diente.

„Ich hatte heuer vergleichsweise wenig Beach-Tage, deshalb war das Camp so wichtig“, hat die Völkermarkterin im Trainingslager einen Schwerpunkt auf das Zeitfahren gelegt, das der Grundstein für einen erfolgreichen Wettkampf ist, geht es doch um die Platzierung in der Setzliste und also darum, möglichst spät auf die besten Konkurrentinnen zu treffen. „Wir haben einen großen Schritt gemacht, auch physisch bin ich sehr gut drauf, deshalb bin ich optimistisch, dass es bei der EM gut hinhauen wird.“

Die Staatsmeisterschaften in Gmunden sind ein letztes „Anschleifen“ für die Europameisterschaft im spanischen La Linea de la Concepcion, wo von 16. bis 20. September um die Medaillen gerudert wird. Der Verband hat neben Lobnig auch noch Vincent Schreiber (CM1x) und den Mixed-Zweier Chiara Halama/Paul Ruttmann (CMix2x) sowie drei Junior:innen-Boote für die Coastal-EM nominiert. Mitte Oktober ist dann das chinesische Qingdao Schauplatz der World Rowing Coastal Championships und der Beach Sprint Finals.

Vier große Regatten innerhalb von sieben Wochen? Die Olympia-Medaillengewinnerin von Tokio 2021 blickt mit gemischten Gefühlen auf den Kalender. „Einerseits freue ich mich richtig darauf, mich wieder mit den besten Athlet:innen der Welt zu messen, aber dadurch, dass es so eng getaktet ist, darf man sich keine Fehler erlauben. Wenn du krank wirst, ist die ganze Saison gelaufen“, so die Gesamtsiegerin der Filippi-Trophy 2026, die damit auch offiziell den Titel der „Queen of Beach Spint“ trägt.

Ab nächster Saison gibt es dann auch eine World Series, das gab der Weltverband am Montag bekannt. Für 2027 stehen mit Antalya (TUR) und Yangjiang (CHN) zwei Stationen auf dem Programm, ab 2029 soll es eine globale Serie mit mehreren Stopps werden. Pro Event treten 16 Nationalteams in den olympischen Beach Spint-Klassen gegeneinander an. „Die Einführung einer eigenen globalen Rennserie ist ein Meilenstein für das Coastal Rowing und die Athlet:innen. Beach Sprint bringt das Rudern an völlig neue Orte abseits klassischer Regatta-Strecken. Vor allem aber gibt es dem Sport auf dem Weg zu den Olympischen Spielen LA28 genau die internationale Bühne und Professionalität, die er verdient“, freut sich Lobnig. Außerdem stehen 2027 auch noch die Europaspiele in Istanbul auf dem Programm. „Es geht alles in die richtige Richtung!“