Als Gesamtführende zum Finale

10. Mai 2026

Platz zwei für Magdi beim dritten Stopp der Filippi Lido Trophy in Bacoli bringt Platz 1 in der Gesamtwertung und viele wertvolle Erfahrungen für die nächsten Trainingswochen.

Laktat-Party statt Muttertagskränzchen! Magdalena Lobnig geht als Gesamtführende in das Finale der Filippi Lido Trophy. Die Kärntnerin schaffte es beim dritten Stopp der vierteiligen Beach Sprint-Serie in Bacoli (ITA) ins Finale, musste sich dort der Chinesin Wenjie Zhu geschlagen geben. „Ich hätte gerne gewonnen, aber ich weiß, woran wir in den nächsten Wochen arbeiten müssen.“ Weniger gut lief es im Mixed-Doppelzweier.

Anders als noch im Training präsentierte sich die tyrrhenische Küste am Finaltag der Filippi Lido Trophy von ihrer entspannten Seite. Ein bisschen Welle, ein bisschen Surf und ein bisschen bewölkt, aber jedenfalls perfekt für einen Beach Sprint-Tag der Extraklasse. Dafür garantierte schon allein das Starter:innen-Feld in den verschiedenen Bootsklassen, das im Frauen-Einer sieben der Top-8-Athletinnen der letztjährigen Weltmeisterschaft umfasste.

Dementsprechend hochkarätig waren auch die K.o.-Duelle besetzt, die für Magdalena Lobnig mit einem Viertelfinale gegen Laura Mckenzie begannen. Die Britin lieferte der Völkermarkterin ein packendes Duell, das diese erst auf den letzten Metern für sich entscheiden konnte. Auch weil die 35-Jährige mit 2:38,38 Minuten die schnellste Zeit des Tages ruderte. „Ich musste früh meine Energiereserven anzapfen, was an so einem langen Race Day natürlich nicht ganz optimal ist.“

Im Semifinale erwischte Julia Tertünte aus Deutschland zwar den besseren Start, aber die Olympia-Bronzemedaillengewinnerin von Tokio kämpfte sich zurück, vorbei und spielte auf der zweiten Rennhälfte ihre Klasse aus. Finale! Wie schon beim ersten Stopp der Filippi Lido Trophy in Mondello, den Lobnig für sich entscheiden konnte. Diesmal wartete Wenjie Zhu, die aufgrund der Auslosung nach ihrem Semifinale die längere Verschnaufpause hatte – ein Vorteil, den die Chinesin vom Start weg ausspielte.

„Schade! Die kürzere Pause ist mir zum Verhängnis geworden, aber es war dennoch ein guter Reiz und wieder eine wertvolle Erfahrung“, zählt für die bereits sehr erfolgreiche „Umsteigerin“ Lobnig nach wie vor jeder Rennkilometer doppelt. Kleiner Trost: die Heeressportlerin geht als Gesamtführende ins Trophy-Finale, das von 5. bis 7. Juni 2026 in Marina di Castagneto ausgetragen wird.

„Bis dahin werden wir ganz fest an der Laktatverträglichkeit arbeiten, um noch mehr Stabilität reinzubringen. Technisch hat es aber schon ganz gut gepasst“, wird Lobnig in den nächsten Wochen daheim in Völkermarkt gemeinsam mit Nationaltrainer Kurt Traer trainieren. Im ebenfalls olympischen Mixed-Doppelzweier belegte das ÖRV-Aushängeschild mit dem Oberösterreicher Paul Ruttmann den achten Platz.